
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskyj hat auf einer Pressekonferenz erklärt, dass die Sicherheitsgarantien für die Ukraine aus drei Schlüsselelementen bestehen müssten.
Der erste Komplex soll demnach die Beibehaltung der derzeitigen Stärke der ukrainischen Streitkräfte und die Sicherstellung ihrer Ausstattung garantieren – unter anderem mit Hilfe der europäischen Rüstungsindustrie. Die zweite Komponente sieht eine Vereinbarung mit den Verbündeten Kiews auf Führungsebene über ihre Bereitschaft vor, die Ukraine weiterhin zu unterstützen – laut Selenskyj eine „NATO-light“. Der dritte Block betrifft laut dem ukrainischen Präsidenten Sanktionen gegen Russland und die Verwendung seiner eingefrorenen Auslandsguthaben.
Selenskyj sprach sich für eine diplomatische Lösung des Konflikts aus und betonte, dass die Konfliktparteien ihre Ziele auf militärischem Wege nicht erreichen könnten. Auf die Frage, ob die Ukraine und ihre Partner eine Frist für ein bilaterales Treffen mit Kreml-Chef Wladimir Putin gesetzt hätten, ging Selenskyj nicht weiter ein. Er verwies auf die jüngste Erklärung von US-Präsident Donald Trump.
Dieser hatte am 22. August erklärt, dass er in zwei Wochen eine „sehr wichtige Entscheidung“ treffen werde, wenn es nicht gelinge, den russisch-ukrainischen Konflikt beizulegen. Die Entscheidung könne in umfangreichen Sanktionen, umfangreichen Zöllen – oder beidem – bestehen, oder die USA würden „überhaupt nichts unternehmen“. Selenskyj interpretierte den US-Präsidenten dahingehend, dass die festgelegte Frist am Montag, dem 1. September, ablaufe.