
Das Thema Arbeitslosigkeit in Deutschland bekommt Zug, und die Union ist an der Macht. Das hätte – unter klassischen alt-bundesrepublikanischen Vorzeichen – Hoffnung auf eine Umkehr im Sinne der Bürger und Steuerzahler vermittelt. Heute richten sich die scharfen Töne von Linnemann und anderen eher gegen deutsche Rentner als gegen das eigentliche Problem: junge, arbeitsfähige Menschen, die das Bürgergeld der Arbeit vorziehen.
Die Zahl der Arbeitslosen ist nun noch einmal gestiegen, auf insgesamt über drei Millionen. Darunter viele Syrer und Afghanen, die jeweils nur zu gut einem Drittel sozialversicherungspflichtig arbeiten, aber zu gut oder knapp der Hälfte Bürgergeld beziehen. Insgesamt beziehen 2,6 Millionen Ausländer in Deutschland „Bürgergeld“ – oder besser Ausländergeld. Das sind 48 Prozent aller Bürgergeldbezieher.
Im Juli hatte die AfD-Bundestagsfraktion daher nach den häufigsten Vornamen unter den Bürgergeldbeziehern gefragt und vom Arbeitsministerium unter Bärbel Bas (SPD) eine sorgfältig kuratierte Liste erhalten, auf der zufällig die Namen Michael, Andreas, Thomas und Daniel ganz vorne standen – obwohl vielerorts mehr als zwei Drittel der Bezieher keine deutschen Wurzeln beziehen. Wie konnte das sein?, fragten sich auch viele Beobachter. Und die Erklärung stach bald ins Auge: Bei den männlichen arabischen Vornamen hatte man es unterlassen, Schreibvarianten wie Mohamad, Muhammed usw. zusammenzufassen, und so stand „Mohammad“ im Juli auf Platz zehn, Ahmad und Ali auf Plätzen sieben und acht.
Der sozialpolitische Sprecher der AfD-Fraktion René Springer hat nun eine zweite Liste beim Arbeitsministerium angefordert, auf der die unterschiedlichen Schreibweisen der Namen zusammengefasst wurden. Das gilt ebenso für Mohammed und Ahmed wie für Michael und Andreas, obwohl man den Eindruck hat, dass bei den europäischen Namen wiederum etwas gründlicher vorgegangen wurde. So gehört auch ein „Maik“ nun in die Gruppe der Michaels. Dem Ursprung nach mag das stimmen.
Was bei der neuen Anfrage herauskam, bestätigt aber jedenfalls die Vermutung nicht nur hier bei TE: „Mohammed“ mit allen seinen 19 Varianten ist der häufigste Name unter den Bürgergeldbeziehern in Deutschland, wie Bild berichtet. Es folgen „Michael“ (samt Michel, Mischa, Maik) und „Ahmad“ in verschiedenen Schreibweisen. „Ali“ liegt nun auf Platz zehn der Liste.
In manchen Gegenden werden die der deutschen Sprache oft nicht mächtigen Zuwanderer schlicht als hoffnungslose Fälle angesehen, was dann wiederum Rassismusvorwürfe gegen Beamte hervorbringt, wenn sie das offen ansprechen. Die Sache ist offenbar nicht so einfach, wie sie Middelberg nun machen will.
Als einziger eindeutig ukrainischer Name auf der nunmehr Zehnerliste verbleibt „Olena“ auf Platz acht. Im Juli hatte „Olena“ den fünften Platz belegt. Auf den Plätzen elf bis 14 folgten da noch „Anna“, „Oleksandr“, „Tetiana“ und „Iryna“. Die neue von Bild veröffentlichte Liste reicht nur bis Platz zehn. Die ukrainischen Bürgergeldbezieher sind damit vielleicht nur außer Sichtweite. Allerdings könnte ein Oleksandr jetzt bei „Alexander“ (Platz sieben der neuen Liste) Platz gefunden haben.
Auch Daniil ist ein sehr beliebter Name in der Ukraine, und „Daniel“ steht auf Platz sieben der neuen Liste. Ebenso Mychajlo, Mykhailo, die unter Michael subsummiert werden. Oder Andrij, der under dem ausgewiesenen Andreas mitläuft. Auch bei der Auflistung der Namen bei Bild springt regelrecht ins Auge, welche Schreibweisen hier jeweils genau ausgespart werden.
Man bräuchte die genauen linguistischen Vorgaben der Erstellung, um die Liste wirklich korrekt zu deuten.
Aus der neuen Liste folgt allerdings eines mit Klarheit: Die Mohammeds haben das Feld übernommen, die arabische Kultur hat mit Sicherheit Besitz von den Jobcentern ergriffen, und so erklärt sich wohl auch Middelbergs Vorstoß und Aufruf an die dortigen Mitarbeiter. Was nun noch fehlt, ist eine grundsätzliche Diskussion über den Bürgergeldbezug von Zuwanderern, die nie einen Cent Steuern in diesem Land bezahlt haben, bevor sie in das Bürgergeld einzogen.
Ehrliche Zahlen wären ein Anfang auf diesem Weg, sie liegen auch durch die neue Vornamenliste noch nicht vor. René Springer fordert via X: „Einwanderung in die Sozialsysteme sofort stoppen! Bürgergeld nur noch für Deutsche. Ausländer sollen erst nach zehn Jahren Arbeit in Deutschland einen Anspruch haben – und auch dann nur höchstens für ein Jahr. Unsere Staatsbürgerschaft darf nicht länger verramscht werden.“