Statistik war verzerrt: „Mohammed“ auf Platz 1 unter Bürgergeld-Vornamen

vor etwa 3 Stunden

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Bildquelle: Tichys Einblick

Eine neue Auswertung der Bundesregierung verändert die Rangliste der häufigsten Vornamen unter Bürgergeld-Empfängern erheblich. Hintergrund ist eine Anfrage des AfD-Abgeordneten René Springer, der die zuvor getrennt gezählten Namensvarianten zusammenfassen ließ.

Die ersten Zahlen hatten noch Michael, Andreas, Thomas und Daniel an der Spitze gesehen. Doch weil bei der Erhebung Schreibweisen wie „Mohammad“, „Mohamad“ oder „Mohammed“ jeweils einzeln gezählt wurden, blieb das tatsächliche Gewicht mancher Namen verborgen, berichtet die Bild.

Nun liegt nach der neuen Zusammenfassung der Vorname Mohammed in insgesamt 19 Varianten deutlich vorne – mit 40.000 Nennungen. Zum Vergleich: Michael (inklusive Varianten wie Michel oder Maik) kommt auf rund 24.600, Ahmad in 13 Schreibweisen auf gut 20.600. Namen mit weniger Variationen wie Thomas oder Andreas rutschen in der Statistik entsprechend nach hinten.

Die Bundesregierung betonte in ihrer Antwort ausdrücklich, dass aus einem Vornamen nicht auf Herkunft oder Nationalität geschlossen werden könne. Vornamen seien kulturell vielfältig, und auch klassische deutsche Namen fänden sich weiterhin in großer Zahl unter den Empfängern. Zudem erfasse die Statistik nur jene Jobcenter, in denen die Bundesagentur für Arbeit direkt mit Kommunen zusammenarbeitet – ein vollständiges Bild entstehe dadurch nicht.

Die Gesamtkosten des Bürgergeldsystems steigen rasant:

Alleine von 2023 bis 2025 stiegen die Bürgergeld-Ausgaben also um 4,5 Milliarden Euro. Diese Entwicklungen markieren einen massiven Anstieg von sozialstaatlichen Leistungen in weniger als einem Jahrzehnt. In Kombination mit einer insgesamt steigenden Empfängerzahl – 2023 waren fast 5,5 Millionen Personen berechtigt – ergibt sich ein erhebliches Belastungspotenzial für Kommunen, Bund und Länder.

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